Ein permanenter Lidstrich verspricht den definierten Augenaufschlag ohne tägliches Nachziehen. Pigment wird dabei direkt am Wimpernkranz oder als feine Linie auf dem Lid eingearbeitet. Weil der Eingriff so nah am Auge stattfindet, gilt hier besondere Sorgfalt, sowohl bei der Studiowahl als auch bei den eigenen Erwartungen.

Bevor man sich für ein Eyeliner-PMU entscheidet, lohnt es, einige Punkte vorab zu klären. Sie entscheiden mit darüber, ob das Ergebnis zufriedenstellt und der Termin sicher abläuft. Anders als bei Brauen ist hier kaum Spielraum für nachträgliche Korrekturen.

Welche Varianten es gibt

Die dezenteste Form ist die Wimpernkranzverdichtung: Pigment wird zwischen die Wimpern gesetzt, sodass der Wimpernkranz dichter wirkt, ohne dass eine sichtbare Linie entsteht. Wer mehr möchte, kann einen feinen oder breiteren Lidstrich stechen lassen, auch mit leichtem Schwung am äußeren Augenwinkel. Je dezenter die Variante, desto unauffälliger altert sie mit, und desto eher lässt sie sich später anpassen.

VarianteWirkungPreis
Wimpernkranzverdichtungdichter Wimpernsaum, sehr natürlich200 bis 350 Euro
feiner Lidstrichdezente Linie250 bis 400 Euro
betonter Lidstrichdefinierter, mit Schwung300 bis 450 Euro

Vor dem Termin klären

  • Augenerkrankungen, trockene Augen oder Allergien vorab ansprechen.
  • Wer Kontaktlinsen trägt, sollte am Behandlungstag auf die Brille umsteigen.
  • Wimpernseren mit wachstumsfördernden Wirkstoffen rechtzeitig absetzen, da sie die Haut empfindlicher machen können.
  • Keine Wimpernverlängerung zum Termin mitbringen.
  • Blutverdünnende Mittel, Alkohol und Koffein vorher meiden.

Ablauf der Behandlung

Nach dem Vorzeichnen wird eine betäubende Auflage genutzt, das Pigment dann in mehreren feinen Durchgängen eingearbeitet. Die behandelnde Person arbeitet hier besonders konzentriert, weil das Areal klein und empfindlich ist. Die Behandlung dauert je nach Variante etwa ein bis zwei Stunden. Wichtig ist, während des Stechens ruhig liegen zu bleiben und die Augen geschlossen zu halten.

Heilung

Die Lider schwellen anschließend oft stärker an als bei Brauen, das legt sich aber meist innerhalb weniger Tage. In dieser Zeit können die Augen tränen oder leicht jucken. Krusten dürfen nicht gerieben werden. Den allgemeinen Verlauf beschreiben wir unter PMU-Heilungsverlauf. Ein Nachstechen nach einigen Wochen gehört auch hier dazu, da sich die Linie während der Heilung verändern kann.

Haltbarkeit und Auffrischung

Ein permanenter Lidstrich hält in der Regel ein bis drei Jahre, bevor die Farbe so weit verblasst, dass eine Auffrischung sinnvoll wird. Wie lange das Ergebnis sichtbar bleibt, hängt von Hauttyp, Pflege und vor allem von der UV-Belastung ab. Wer täglich am Auge reibt, häufig fettlösende Augen-Make-up-Entferner nutzt oder viel in der Sonne ist, muss früher mit dem Verblassen rechnen.

Die Farbe verändert sich über die Zeit nicht nur in der Intensität, sondern manchmal auch im Ton. Schwarze Pigmente können bei einigen Menschen mit den Jahren einen leicht bläulichen oder gräulichen Stich annehmen. Eine Auffrischung gleicht das aus und ermöglicht zugleich eine erneute Farb- und Formabstimmung. Sie ist meist günstiger als die Erstbehandlung.

Pflege im Alltag

Nach der Einheilung helfen ein paar Gewohnheiten, das Ergebnis länger zu erhalten. Dazu zählen sanfte, nicht fettlösende Reinigung der Augenpartie, das Vermeiden von starkem Reiben und konsequenter Sonnenschutz im Gesicht. Wer Wimpernseren verwendet, sollte darauf achten, dass sie nicht ständig auf die pigmentierte Linie gelangen.

Risiken nüchtern betrachtet

Die Augenpartie ist empfindlich, deshalb ist die Auswahl eines erfahrenen, zertifizierten Studios mit Einmalnadeln und sterilen Bedingungen besonders wichtig. Mögliche Risiken sind Schwellungen, Bindehautreizungen, allergische Reaktionen, in seltenen Fällen Pigmentverschiebungen oder Infektionen. Ein zu breit oder zu hoch angelegter Strich lässt sich nur schwer korrigieren, weshalb dezent fast immer die klügere Wahl ist. Bei bestehenden Augenerkrankungen sollte vorab ärztlicher Rat eingeholt werden. Das Ergebnis ist individuell und nicht garantierbar.

Ablauf am Behandlungstag

Am Tag des Termins beginnt die Behandlung mit einem ausführlichen Vorgespräch und dem Vorzeichnen der geplanten Linie. Gerade beim Lidstrich ist diese Phase entscheidend, weil die Form nur in feinen Grenzen variiert werden kann, ohne unnatürlich zu wirken. Erst wenn die aufgemalte Linie gefällt, wird mit dem Pigmentieren begonnen.

Während des Stechens liegt man entspannt mit geschlossenen Augen. Eine betäubende Auflage reduziert das Empfinden, ganz schmerzfrei ist die empfindliche Augenpartie aber selten. Die behandelnde Person arbeitet in mehreren feinen Durchgängen und kontrolliert zwischendurch die Symmetrie beider Augen. Nach der Behandlung sind die Lider gerötet und können leicht anschwellen.

Die ersten Tage danach

In den ersten Tagen sollte man die Augen schonen, nicht reiben und auf Augen-Make-up sowie Kontaktlinsen verzichten. Leichtes Tränen oder ein Spannungsgefühl sind normal. Wichtige soziale Termine plant man besser nicht direkt nach dem Eingriff, da die Linie zunächst kräftiger wirkt und sich erst nach der Heilung zeigt, wie das Endergebnis aussieht.

Für wen es sich lohnt

Ein permanenter Lidstrich kann besonders praktisch sein für Menschen mit zittrigen Händen, eingeschränkter Sehkraft beim Schminken oder einem aktiven Alltag, in dem Make-up schnell verwischt. Wer mit Brauen oder Lippen liebäugelt, findet die passenden Beiträge unter Microblading und Powder Brows und Lip Blush. Viele entscheiden sich erst für die unkompliziertere Brauenbehandlung, bevor sie den Schritt zum Lidstrich wagen.

Weitere Themen sammelt die Kategorie Permanent Make-Up. Geprüfte Studios finden Sie auf beautinda.de.